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Corona Hilfsfonds - Fixkostenzuschüsse

Antrag nun schon ab 20.5.2020 über FinanzOnline möglich

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen viele Unternehmen finanziell besonders hart. Um die betroffenen Unternehmer zu unterstützen, wurde der Corona-Hilfsfonds eingerichtet. Aus diesem Fonds soll rasch finanzielle Unterstützung zur Beseitigung akuter Liquiditätsengpässe und zur Deckung der anfallenden Fixkosten bereitgestellt werden.

 

Was sind die Voraussetzungen?

Die Vergabe eines nicht rückzahlbaren Fixkostenzuschusses aus dem Corona-Hilfsfonds setzt voraus, dass

  • das Unternehmen seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich hat und eine wesentliche operative Geschäftstätigkeit im Inland ausübt, durch die betriebliche Einkünfte erwirtschaftet werden,
  • die Fixkosten operativ im Inland angefallen sind,
  • die Umsätze des Unternehmens zwischen 16.03.2020 und dem 15.09.2020 in Folge der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in einem Zeitraum von 3 Monaten um mindestens 40 % zurückgegangen sind,
  • über das Unternehmen in den letzten fünf Jahren vor der Antragstellung keine rechtskräftige Finanzstrafe oder Verbandsgeldbuße aufgrund vorsätzlichen Handelns verhängt wurde,
  • das Unternehmen alle zumutbaren Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten gesetzt hat (Schadensminderungspflicht) und
  • das Unternehmen vor Beginn der Corona-Krise nicht in Schwierigkeiten war

Keinen Fixkostenzuschuss erhalten Unternehmen, die zum 31.12.2019 mehr als 250 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) beschäftigt haben und im Betrachtungszeitraum mehr als 3 % der Mitarbeiter gekündigt haben, statt die Corona-Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen, sowie Unternehmen, die Boni im Ausmaß von mehr als 50 % der Bonuszahlungen des vorangegangenen Wirtschaftsjahres an Vorstände und Geschäftsführer ausbezahlen. Generell keinen Fixkostenzuschuss erhalten auch Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche.

 

Wie wird der Umsatzrückgang festgestellt?

Es werden entweder die Umsätze des 2. Quartals 2020 mit jenen des 2. Quartals 2019 oder die Umsätze von drei zeitlich zusammenhängenden aufeinanderfolgenden Monaten im Zeitraum 16.3. bis 15.9.2020 mit den entsprechenden Monaten des Vorjahres 2019 verglichen.

 

Für welchen Zeitraum kann der Fixkostenzuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds gewährt werden?

Der Fixkostenzuschuss kann in drei Dritteln für bis zu drei Monate gewährt werden:

  • Für Fixkosten des Zeitraumes 16.3.2020-15.6.2020 oder
  • Für Fixkosten der folgenden Zeiträume (müssen zusammenhängend sein, max. 3 Monate):
    • 3.2020-15.4.2020                   16.4.2020-15.5.2020
    • 5.2020-15.6.2020                   16.6.2020-15.7.2020
    • 7.2020-15.8.2020                   16.8.2020-15.9.2020

 

In welchem Ausmaß wird der Fixkostenzuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds gewährt?

Der Fixkostenzuschuss ist nach der Höhe des Umsatzausfalls gestaffelt und wird nur dann gewährt, wenn der Fixkostenzuschuss insgesamt mindestens EUR 2.000 beträgt.

Der Zuschuss beträgt:

  • 25 % der Fixkosten bei Umsatzeinbußen zwischen 40 % und 60 %,
  • 50 % der Fixkosten bei Umsatzeinbußen zwischen 60 % und 80 % und
  • 75 % der Fixkosten bei Umsatzeinbußen zwischen 80 % und 100 %

Andere Unterstützungsleistungen (z.B. Zuschüsse aus dem Härtefall-Fonds, Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz) werden auf die Höhe des Fixkostenzuschusses angerechnet.

 

Welche Fixkosten werden ersetzt?

  • Geschäftsraummieten und Pacht
  • Betriebliche Versicherungsprämien;
  • Zinsaufwendungen, für Kredite und Darlehen
  • der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten;
  • betriebliche Lizenzgebühren,
  • Aufwendungen für Strom, Gas und Telekommunikation;
  • Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware (mind. 50% Wertverlust von den Anschaffungskosten wegen der COVID-19-Krise) - Nachweis erforderlich / Beantragung des Wertverlustes erst ab 19.8.2020 möglich
    Saisonale Ware bezeichnet eine Ware, die im Zuge eines immer wiederkehrenden Zeitabschnitts eines Jahres besonders nachgefragt wird
  • ein angemessener Unternehmerlohn bei einkommensteuerpflichtigen Unternehmen (natürliche Personen als Einzel- oder Mitunternehmer); Basis ist der steuerliche Gewinn des letztveranlagten Jahres. Als Unternehmerlohn dürfen jedenfalls EUR 666,66, höchstens aber EUR 2.666,67 pro Monat angesetzt werden. Vom Unternehmerlohn sind Nebeneinkünfte (Einkünfte gemäß § 2 Abs. 3 Z 4 bis 7 EStG 1988) des Betrachtungszeitraumes abzuziehen;
  • Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen;
  • Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen.

Von den Fixkosten sind Versicherungsleistungen, die diese Fixkosten im Versicherungsfall abdecken, in Abzug zu bringen.

 

Dürfen trotz Fixkostenzuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds weiterhin Gewinne ausgeschüttet werden?

Wird ein Fixkostenzuschuss aus dem Corona-Hilfsfonds in Anspruch genommen, müssen außerdem die Entnahmen und Gewinnausschüttungen an die wirtschaftlichen Verhältnisse angepasst werden. Das Unternehmen darf von 16.03.2020 bis 16.03.2021 keine Dividenden- oder Gewinnausschüttung beschließen und muss darüber hinaus die Dividenden- oder Gewinnausschüttungen bis drei Monate nach der letzten Auszahlung des Fixkostenzuschusses maßvoll gestalten.

 

Wie und wann kann ein Fixkostenzuschuss aus dem Corona-Hilfs-Fonds beantragt werden?

Die Anträge müssen über FinanzOnline gestellt werden (bisher war aws vorgesehen).

  • Das erste Drittel:     ab dem 20.05.2020
  • Das zweite Drittel:   ab dem 19.08.2020
  • Das dritte Drittel:     ab dem 19.11.2020

Für die Auszahlung des ersten Drittels (bis 18. August 2020) und gegebenenfalls des zweiten Drittels (bis 18. November 2020) sind der Umsatzausfall sowie die Fixkosten bestmöglich zu schätzen. Für die Auszahlung des dritten Drittels (ab 19. November 2020) ist die Übermittlung qualifizierter Daten aus dem Rechnungswesen erforderlich. Liegen diese bereits zum Zeitpunkt der Beantragung des zweiten Drittels vor, kann der gesamte Fixkostenzuschuss bereits mit der zweiten Tranche (ab 18. August 2020) beantragt werden.

Die Höhe der Umsatzausfälle und der Fixkosten ist durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen und einzubringen. Nur das erste Drittel kann bei Zuschüssen bis € 12.000,-- auch durch den Unternehmer selbst erfolgen.

Der späteste mögliche Zeitpunkt der Antragstellung ist der 31. August 2021.

 

Neugründer

Diese können die Umsatzausfälle anhand einer Planungsrechnung plausibilisieren und einen Fixkostenzuschuss beantragen.

 

Die gewährten Zuschüsse werden in der Transparenzdatenbank veröffentlicht.

 

Hinweis:

Diese Informationen sind auf dem Stand vom 14.05.2020 und können sich kurzfristig ändern. Es konnten hier nur die wesentlichen Eckpunkte wiedergegeben werden.

 

Die gesamte Richtlinie finden Sie unter:

https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2020/Mai/fixkostenzuschuss-infos.html

Wir helfen Ihnen gerne bei der Ermittlung und Beantragung der Fixkostenzuschüsse.

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